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Sommerausfahrt des VFE am 21.Juli 2007
Wir starten diesmal exclusiv vom Parkplatz der Gartenkolonie Königshof im Südosten Nürnbergs.
Das Teilnehmerfeld war gut besetzt und bunt gemischt über Fahrzeug-Marken und -Typen und Baujahre, erfreulicherweise diesmal auch einige Motorradfahrer mit dabei.
Und so brechen wir frohgelaunt und frühmorgens zu unserer "Wasserstraßen-Tour" auf.
Wir parken vor der RMD-Kanal-Schleuse in Hiltpoltstein, mit 25 m Hub die größte ihrer Art. Unser "Schleusenführer" Herrn Vengels, Leiter der Fernsteuerungszentrale, erwartet uns bereits.
Über unendlich viele Treppen geht es hinab in die tiefsten Eingeweide der Schleuse, in die Kontrollgänge, zu den Pumpensteuerungen, wir wandern unter der Schleusenkammer durch bis zur diagonal gegenüberliegenden Bergseite der Schleuse. Nach 100*unendlich vielen Treppen hinauf sehen wir endlich das Tageslicht wieder. und laufen an der Schleusenkammer entlang zur Talseite zurück.
Nur noch wenige millionen Treppenstufen aufwärts trennen uns von der Steuerzentrale der Schleuse. Von hier werden die 4 Scheitelschleusen des RMD-Kanals gesteuert und überwacht.
Weil wir uns entschließen, die Schleusung eines Frachtschiffes zu beobachten, handeln wir uns eine habe Stunde Verspätung ein. Aber diese Zeit ist gut angelegt. So recht hat vorher keiner gewusst, wie die Kanal-Schifferei funktioniert. Ein ganz grosses DANKE an Herrn Vengels für diese tolle Führung !
Wir stehen da vor den Resten der "Mindorf-Linie" zwischen Mindorf und Pyras, der geplanten Kanalverbindung Rhein - Donau im Deutschen Reich 1938. Die Bauwerke wurden um 1939 - 1942 ausgeführt, im Verlauf der Kriegsereignisse Einstellung der Arbeiten. Siehe auch Mindorf-Linie, Brückenpfeiler, die Minbacher Kirche ist ein Kleinod.
Den Keil der europäischen Wasserscheide können wir nicht besuchen wegen Goldgräber-Arbeiten der Gemeinde Pierheim - die Strasse ist unpassierbar.
Dafür lassen wir uns das ausgezeichnete Mittagessen im Gasthof Goldener Ochse bei Familie Winkler um so besser schmecken. Das Essen ist vorzüglich, die Bedienung schnell und zuvorkommend, nur das mit den Parkplätzen muss geübt werden.
In Graben besichtgen wir die Reste der "Fossa Carolina", des Grabens von Karl dem Großen, und die zugehörige, gut gemachte private Ausstellung. Wie überall, fehlt es auch hier an Geld für Forschung und Ausstellung. Dennoch: weder Wärmflasche noch Nähmaschine Karls des Großen passen hier so richtig rein. Allererste Sahne die Darstellungen zur Geologie der Gegend.
Danach legen wir in der Gaststätte "zum Karlsgraben" die Kaffeepause ein. Eis und Kuchen vom Feinsten, Kaffee gibts auch und - mal was Neues - eine Wirtin, die sich über den Umsatz beklagt.
Danach machen wir uns auf den doch recht langen Weg zum Ludwigs-Kanal.
In Feucht besichtigen wir eine der wenigen erhaltenen Trogbrücken des König-Ludwig-Kanals - es geht also auch ohne Beton. Die gepflegten Treidelpfade machen einen Spaziergang am Kanal zum Vergnügen. Angesichts der doch recht späten Stunde süffeln wir noch kurz in der Waldschänke Brückkanal, bevor wir uns an die Heimreise machen.
Welches immense Glück wir mit dem Wetter hatten, beweist uns das Unwetter, welches in der Nacht Baiersdorf, Forchheim und Erlangen schwer verwüstet - zur Erinnerung hier ein kurzer Online-Bericht der Katastrophe.
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