Veteranen Freunde
Erlangen

und Umgebung


Informationen
zur Frühjahrsausfahrt des VFE
am 20.5.2006

Wie immer können wir nur skizzieren, an welchen Sehenswürdigkeiten wir auf dieser Tour (wahrscheinlich) vorbeieilen. Die wichtigsten und interessantesten Orte sind hier in der unverbindlich empfohlenen Fahrt-Reihenfolge gelistet, die Links führen zu den relevanten Informationen.
Zur vorbereitenden Literatur empfehlen wir das "Mittelalterliche Wegenetz" und einen geschichtlichen Überblick der fränkischen Schweiz.
Damit auch unsere Oldtimer-Freunde "rund um den Döbraberg" diese Informationen nutzen können, beginnt und endet diese Dokumentation in Streitberg, die An- und Rückfahrt nach Erlangen wird nicht beschrieben, wiewohl wir auch an dieser Strecke an vielem Sehenswertem vorbeifahren. Wie immer soll diese unsere Tour zu weiteren privaten Fahrten in die Lande der Fränkischen Schweiz anregen.


Anfahrt: Erlangen - Marloffstein - Adlitz - Langensendelbach - Effeltrich - Pinzberg - Gosberg - Kirchehrenbach - Pretzfeld - Ebermannstadt.

Streitberg (www.streitberg.de)

Zum Ansehen: Bing-Höhle, Ammonitenmuseum, Druidenhain, Burgruine Neideck (grösste Burg der Fränkischen Schweiz), Burgruine Streitburg, und die Anbindung an die DFS.
Zum Probieren: viele Brennereien, darunter den "Streitberger Bitter" und die frischen Forellen.

Wüstenstein

ist bekannt für seine Kornkreise, das Schloss Wüstenstein und seinen Kletterfelsen.

Breitenlesau

zum Ansehen: die Russenlinde, die Kirche.
Das Kirchdorf Breitenlesau liegt in der nördlichen fränkischen Schweiz, an der Fahrstraße die von Plankenfels über die windumbrauste Hochfläche ins Aufseßtal führt, nach Wüstenstein. Dieser Verkehrsweg wurde im 18. und auch noch im 19. Jahrhundert, als die Täler der fränkischen Schweiz dem Verkehr noch nicht erschlossen waren, viel benutzt, auch von der Reisenden, die von Bayreuth über Plankenfels durch die Fränkische Schweiz, über Streitberg nach Erlangen fuhren; sie nahmen alle den Weg über Breitenlesau.

Plankenfels (www.plankenfels.de)

Plankenfels am Eingang zur Fränkischen Schweiz liegt an drei Gewässern - der Wiesent, der Lochau und der Truppach.Überragt vom 481 m hohen Plankenstein, einem markanten Dolomitfels, der einst Grenzberg war. Von der einstigen Grenzburg Plankenstein, die auch Namensgeberin für den Ort war, ist heute so gut wie nichts mehr zu sehen. Die Festung auf dem kahlen Felsen (blank= unbewaldet) war ein wichtiger Posten zwischen dem bischöflichen Bamberg und dem Kulmbach-Bayreuther Gebiet. An der Westseite des Dorfes steht dafür noch heute ein Folgebau des im 13. Jahrhundert erstmals erwähnten Schlosses, 396 m hoch über dem Wiesenttal. Der letzte Ritter aus dem Geschlecht der Plankenfelser starb im Jahre 1634. Entlang der drei Täler lässt es sich herrlich wandern.

Hollfeld (www.hollfeld.de)

zum Ansehen: Salvatorkirche, Stadtpfarrkirche, Gangolfskirche, Bartholomäus-Spital, der Marienplatz und das obere Tor, nicht zu vergessen den Künstler-Stadl, die Museumsscheune, das Ideenhaus und die Galerie B6.
Schloß Wiesentfels Geschichte, Schloß Freienfels, Geschichte sind nur von Aussen zu bewundern. Dafür lockt der Felsengarten Sanspareil - schönster Garten Deutschlands.
Geschichtliches zu Hollfeld kann man hier nachlesen. Es lohnt sich, hier mal zu Halten.

Kainach

hat neben 144 Einwohnern auch das Schloss Kainach zu bieten, leider nur von aussen zu besichtigen.

Wonsees (www.wonsees.de)

ist der "Vorort" vom Felsengarten Sanspareil mit Burg Zwernitz und der Eremitage Sanspareil

Zedersitz - Schirradorf (hier wurden Lanzenspitzen gefunden), Welschenkahl (siehe Kasendorf)

Kasendorf (www.kasendorf.de)

Anstelle einer älteren Kirche, die während des Hussitensturmes von 1430 in Schutt und Asche gesunken war, wurde, wohl durch Kulmbacher Augustinermönche, eine spätgotische Kirche errichtet. Von dieser haben sich nach ihrer teilweisen Zerstörung im Bundesständischen Kriege von 1553 nur Chor und Turm erhalten. Eine an dem nördlichen Oststrebepfeiler des Chores angebrachte Steintafel besagt, dass “Meister Heinrich“ im Jahre 1492 den neuen Kirchenbau vollendete. Ein Steinmetz-Meister Heinrich Teusing findet sich im Landbuch der Herrschaft Plassenberg vom Jahre 1531. Dieser ist auch mit dem Meister Heinrich von Culmbach identisch, der in den Jahren 1518/1523 den Turmausbau der St.-Magdalenen-Kirche zu Bayreuth geleitet hat. Vom Magnusturm auf dem Turmberg, 498 m, ist die schönste Panoramasicht des nördlichen Jura bis in den Thüringer Wald, Frankenwald und Fichtelgebirge möglich.

Krumme Fohre (Postkutschenstation seit 1811, siehe Kasendorf) - Döllnitz (siehe Kasendorf) - Kemeritz - Partenfeld - Dreschen - Leuchau - Lindau (siehe Trebgast)

Trebgast (www.trebgast.de)

Fränkisch gemütlich präsentiert sich Trebgast in friedlicher Geborgenheit zwischen Frankenwald und Fichtelgebirge am Zusammenfluss der Trebgast und des Weißen Mains. Steinhauerei, Festspiele.

Schlömen - Hegnabrunn (siehe Trebgast)

Neuenmarkt (www.neuenmarkt.de)

Zusammentreffen mit den Oldtimer-Freunden "rund um den Döbraberg"
Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, deren wesentliche Voraussetzung die Anbindung an ein flächenumspannendes Verkehrssystem war, begann für Neuenmarkt die neue Zeit. Mit dem Bau der König-Ludwig-Bahn von Lindau nach Hof über die Schiefe Ebene (1848) gelangte das vorher unbedeutende Bauerndorf Neuenmarkt plötzlich zu großer Bedeutung. Mit dem Bau der Bahnanlagen erfolgte ein noch nie dagewesener Zustrom an auswärtigen Arbeitskräften. Der Ort, der damals 57 Häuser und 335 Einwohner zählte, überflügelte in kürzester Zeit die Einwohnerzahlen seiner Nachbargemeinden. Auch das Dschungelparadies mit seiner Schmetterlings-Sammlung lohnt den Besuch.
Besichtigung Deutsches Dampflok-Museum , Kleinbahnfahren ,
Schienenbus-Fahrt "Schiefe Ebene" 11:50 - 12:35

Wirsberg (www.wirsberg.de)

Wirsberg ist wohl Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet worden und bereits Ende des 13. Jahrhunderts wurde Wirsberg urkundlich bereits als Markt aufgeführt. Der Ort gehörte immer zur Herrschaft Plassenburg, zuerst den Herzögen von Meranien, später den Grafen von Orlamünde und seit 1340 den Burggrafen von Nürnberg, die aus dem Hause der Hohenzollern sich später Markgrafen von Brandenburg-Bayern nannten. Luftkurort, sehenswert Barocke St. Johanniskirche mit dem Ölgemälde „Die Zehn Gebote“, Marktplatz mit historischem, fränkischem Fachwerk-Rathaus und Wappenrose-Brunnen, 1. Kaiserdenkmal Bayerns, Terrassenturmhügel, Ausgrabungen St. Leonhardskirche, Windrad auf der Sessenreuther Höhe.

Neufang

Jubiläum "600 Jahre Neufang" - Ruine Heilingskirche - MITTAGSPAUSE im Gasthof Steinlein ab 13:00 bis 14:30

Wirsberg - Neuenmarkt - Hegnabrunn (siehe Trebgast)

Feuln (siehe Trebgast) ACHTUNG: jedes Fahrzeug wird auf der alten Steinbrücke hinter der alten Ziegelei fotografiert! - Trebgast - Harsdorf (Reihengräberfeld aus karolingisch-ottonischer Zeit, Schläfenringe und Eisenmesser weisen auf eine Siedlung im 7. oder 8. nachchristlichen Jahrhundert hin. Vermutlich hat die fränkische Besatzung, die den Übergang über das sumpfige Trebgasttal zu überwachen hatte, hier ihre Toten bestattet.)

Neudrossenfeld (www.neudrossenfeld.de)

Neudrossenfeld besitzt eine der schönsten Barockkirchen des Bayreuth-Kulmbacher Landes. Entwerfender Architekt und ausführender Handwerksmeister war der Schloss- und Stadtmaurermeister Johann Georg Hoffmann aus Kulmbach, der auch die Kirchen in Kulmbach (Spitalkirche 1737), Benk (1742), Trebgast (1742), Seibelsdorf (1745) und Nemmersdorf (1751) erbaute.
Das Schloss Neudrossenfeld und die Terrassengärten reichen auch im Ursprung ins dunkle Mittelalter zurück, als auf der Höhe über der Mainaue ein festes Haus stand. Seine Fundamentmauern birgt der Boden unter der Lindenterrasse. Diese selbst ist das Kellergeschoss eines abgetragenen mittelalterlichen Hauses. Auch der Kern des mit großen Sandsteinquadern verkleideten westlichen Geschossflügels ist vermutlich ein mittelalterliches Gebäude. Ein Eingang mit Treppe ist in der Küche des Restaurants gefunden worden. Dort ist er unter einer Glasplatte erhalten.

Neustädtlein

Hier gab es bereits 1398 einen herrschaftlichen Ansitz "Newenstat". Markgraf Georg Wilhelm ließ hier ein Jagdschlösschen errichten über den Grundmauern des mittelalterlichen Adelssitzes. Heute ist dieses in Privatbesitz und wird derzeit renoviert.

Eckersdorf (www.eckersdorf.de)

Über dem Salamandertal wurden die Burgen St. Gilgen und Schlosshof erbaut. Von 1657 bis 1756 gehörten die Eckersdorfer Schlösser als Lehen des Markgrafen von Bayreuth den Herren von Lüchau. Die Schlösser sind verfallen und wurden später von Ortsbewohnern abgetragen. Die Kirche St. Ägidius ist eines der ältesten und ehrwürdigsten Denkmale der Bayreuther Gegend. Die Kilianskapelle mit ihren reichen Kunstschätzen hatte eine Zeit lang ausgedient. Erst seit einigen Jahren wurde sie auf Initiative des früheren Pfarrers Hartnagel und der Gemeinde zu neuem Leben erweckt.

Mistelgau (www.mistelgau.de)

St. Bartholomäuskirche in Mistelgau - "Ein Musterbeispiel einer Land-Barock-Kirche aus der Zeit der Markgräfin Wilhelmine" - ein Hochaltar mit Christi Passion: Kreuzigung und Auferstehung, Barockaltar 1705 vom Bildhauer Johann Caspar Fischer (Schüler von Elias Renz) aufgestellt, Taufstein 1686 gefertigt von Bildhauer Georg Brenk aus Kulmbach. in der Nähe Schloß Truppach.

Glashütten (www.glashuetten.de)

Glashütten erscheint in geschichtlichen Urkunden aus dem Jahr 1361 erstmalig und mit verschiedenen Schreibweisen. Die Namensgebung wird auf einen damals ansässigen Calasneo, einem Grenzwächter, zurückgeführt. Die Gemeinde ist heute mit der Nachbargemeinde Mistelgau in der Verwaltungsgemeinschaft Mistelgau zusammengeschlossen; beide Gemeinden bilden darüber hinaus nach dem Regionalplan das gemeinsame Kleinzentrum Mistelgau/Glashütten im westlichen Landkreis Bayreuth.

Volsbach

Mitten in der Ortschaft Volsbach gelegen, ist die spätgotische Kirche St.Maria aus dem Jahr 1476 ein zentraler Punkt.

Kirchahorn

Die Sophienhöhle bei Rabenstein im Ahorntal gilt als die älteste urkundlich erwähnte Höhle der Frankenalb. Schon 1490 wird von einem Versuch zur Gewinnung von Salpeter im Vorraum der Höhle berichtet. Dieser Vorraum wurde bereits von prähistorischen Menschen aufgesucht, wie die zahlreichen Funde vorgeschichtlicher Keramik beweisen. Die Geschichte des Ahorntales und der Burg Rabenstein, deren Geschichte sind hier nachzulesen.

Oberailsfeld

Der älteste Ort im Ahorntal dürfte Oberailsfeld sein, das um 850 durch einen Agil oder Egil als Herrschaftsmittelpunkt im Auftrag des Würzburger Bischofs entstanden ist. Später erscheint das Geschlecht der Edelfreien von Ahorn. Hier machen wir KAFFEEPAUSE. Sehenswert die Kath. Kirche und die Ehem. Burg Ahorn, jetzt Klaussteinkapelle. Nebenbei bemerkt - wir befinden uns auf der fränkischen Bierstraße.

Behringersmühle

Mitten in Behringersmühle liegt der kleine Kurpark mit Ruhebänken zum Ausruhen und Entspannen. Verschiedene Laubbäume spenden im Sommer Schatten und erfreuen den Besucher im Frühjahr mit ihrem frischen Grün und im Herbst mit ihrer Farbenpracht. Das Zentrum des Parks bildet der aus Mühlsteinen errichtete Brunnen. Schon die Uttenreuther sind hierhergewandert. Endstation der "Dampfbahn Fränkische Schweiz" und Beginn des Wisent-Tales

Gößweinstein (www.goessweinstein.de)

Allen voran die Basilika zu Ehren der Heiligsten Dreifaltigkeit, erbaut von keinem Geringeren als Balthasar Neumann. Ein Stück Barock in Vollendung. Gern besucht von Pilgern und Zahnschmerzgeplagten, die am Altar der Apollonia Linderung ihrer Leiden suchen. Sehenswert auch die Burg Gößweinstein, schon allein wegen des sagenhaftes Ausblicks. Das „Fränkische Spielzeugmuseum Gößweinstein“ lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Im Mai 2000 eröffnet, zeigt es auf über drei Etagen unzählige Ausstellungsstücke, die bis in die 60er Jahre hineinreichen. Dies ermöglicht einen umfassenden Überblick fränkischer Spielzeugproduktionen. Anfang 1970 eröffnete das Geologische Museum im „Haus des Gastes“ seine Pforten. Das Viktor von Scheffel Denkmal in der Balthasar Neumann-Straße ist dem Schriftsteller und Heimatdichter Viktor von Scheffel (Geboren am 16.02.1826 in Karlsruhe, gestorben am 09.04.1886 ebd) gewidmet. Seine bekanntesten Lieder sind „Alt Heidelberg, du feine“ sowie insbesondere das Lied der Franken „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“.

Muggendorf (www.muggendorf.de)

Muggendorf und Streitberg sind die beiden ältesten Luftkurorte der Fränkischen Schweiz. Das Modellbahnmuseum passt zur Anbindung an die DFS.

Wichsenstein, mit einer Höhe von 585 m über NN ist der Aussichtsfelsen in Wichsenstein der zweithöchste Punkt in der Fränkischen Schweiz und bietet dementsprechend einen phantastischen Überblick über die gesamte Region. In einer Windrose sind die markanten Punkte in allen Richtung beschrieben. sehenswert auch die Kath. Pfarrkirche St. Erhard. Hier trennen wir uns von den Oldtimer-Freunden "rund um den Döbraberg"

Berggipfel erglühen, Waldwipfel erblühen, Vom Lenzhauch angeschwellt;
Zugvogel mit Singen erhebt seine Schwingen – Ich fahr’ in die Welt!
Mein Hutschmuck die Rose, mein Lager im Moose, Der Himmel mein Zelt.
Mag lauern und trauern, wer will, hinter Mauern – Ich fahr’ in die Welt!
Viktor von Scheffel

Rückfahrt: Kirchehrenbach - Kunreuth - Weingarts - Walkersbrunn - Ermreuth - Neunkirchen - Erlangen.